Blaue Route (7,7 km.)

Zeeland wird durch das Meer geformt. Das Meer brach mit Prielen in das anwesende Moorgebiet. Sand und Klei wurden durch das Wasser transportiert. Beide sackten durch die Priele in den Boden, der dadurch immer höher wurde. Die angrenzende Priel- und Kleilandschaft setzte sich. Prielrücken sind bis zum heutige Tage ein Kennzeichen der Landschaft in Walcheren.

1. Die Dorpsstraat liegt auf einem Prielrücken. Schau einmal nach

links in die Waterstraat Richtung J. de Pourckstraat. Beachten Sie

den Höhenunterschied.

Etwas weiter liegt an der rechten Seite die Brouwerijstraat. Schau

auch in diese Straße.


2. Lauf durch das Eingangstor (RM) des Landgutes Zeeduin, das

aus dem 18. Jahrhundert stammt. Das Landgut hat seinen Ursprung

in zwei historischen Landsitzen: Duno und Zeeduin.

Auffallend ist der Text an beiden Seiten der Pfähle. Lauf über die

‘Kromme Laon’ Richtung Dunoweg.


3. Seit der späten Eisenzeit (ca. 250 - 50 vor Christus) gab es hier

ein großes Strand- und Teichgebiet (Lagune) mit Ebbe und Flut.

Überschwemmungen waren eine stetige Gefahr.

Der Dunoweg ist ein Teil des ältesten Ringdeichs von Walcheren

(ca. 12. Jahrhundert). Möglicherweise wurde der Dunoweg auf dem

ehemaligen Küstenwall angelegt. 4 und 5: Dunoweg - Schauen Sie

nach links.


4. Der runde Teich ist ursprünglich ein ‘weel’, das bei einem

Durchbruch des ursprünglichen Ringdeichs entstanden ist.

Der Teich ist sehr tief und hat keinen festen Boden.


5. Nach dem Anlegen des Ringdeichs (Dunoweg) wurde das Gebiet

u.a. vom Hof Duno eingepoldert. Duno (RM) kommt bereits im Jahre

1247 in einer bischöflichen Urkunde als ‘Duonhoveden’

(= Duinhoofd) vor. Duno lag demnach in der Nähe des ‘oofd’ dem

Ende der Dünen.

Die Abtei von Middelburg hatte im späten 12. und im 13.

Jahrhundert viel Grundbesitz auf Walcheren, besonders in

Oostkapelle. Der Grundbesitz wurde durch zwei Klosterhöfe oder

‘ithoven’ im Osten dem Duno und im Westen Westhove, dem

heutigen Kasteel, geleitet. Nach dem Aufstand fungierte das

verstärkte Gebäude des Duno langfristig als Außensitz. Rund um

Duno befindet sich ein Verteidigungsgraben.


6. Das Hoge/ Laoge Diekje, das bewahrt geblieben ist, wurde

wahrscheinlich erst recht gegen den Ringdeich und in das Meer

gelegt um die Strömung zu brechen und um Land zu gewinnen.

Die ältesten Polder liegen rechts hiervon und stammen aus dem

12. und 13. Jahrhundert.


7. Ein Teil des vormittelalterlichen Priel liegt jetzt als breiter Graben

(Abwasserkanal) quer zum Hoge/Laoge Diekje. Wegen seines

Alters und des Seltenheitswertes hat ‘e Ouwe Vievert’einen hohen

kulturhistorischen Wert.


8. Im Jahre 1743 taucht zum ersten Mal der Name Zeeduin (RM)

als Landgut auf. Das heutige Herrenhaus wurde im Jahre 1878

gebaut, nach dem Abriss des Vorgängers im 18. Jahrhundert.

9. Laufen Sie nach rechts. Besonders für die Niederlande ist die

Dünenanblick (Durchsicht) ab dem Haus. Im 19. Jahrhundert stand

auf dem höchsten Punkt der Düne ein Belvédère (Aussichtsturm).

Folgen Sie der Route.


10. Die Flugsanddeiche sind angelegt um zu verhindern, dass der

Sand aus dem seit dem Mittelalter angelegten Dünengebiet die

dahintergelegenen Polder nicht einsandet.


11. Ein Teil der Entwässerung der ‘De Ouwe Vievert’ endet hier

und strömt Richtung Dünen. Die dahinter liegenden zwei Polder

verlieren dadurch bei Ebbe ihr Wasser.


12. Um 1850 war der Gesundheitszustand im Südwesten der

Niederlande schlecht, da das Trinkwasser oft aus Regentonnen und

Brunnen kam.

Im Jahre 1889 kaufte die Gemeinde Middelburg einen Teil

des Dünengebietes Oranjezon (rechts gelegen) um sauberes

Trinkwasser gewinnen zu können. Der Sand filtert nämlich das

Regenwasser. Das gesäuberte Wasser wurde bis 1995 über ein

Kanalsystem zum Wasserturm in Middelburg geleitet.

Oranjezon ist jetzt ein bezauberndes Naturgebiet, das für Besucher

offen steht. Im Dünengebiet sind Wanderwege ausgezeichnet.

Es liegt teilweise in Oostkapelle und teilweise in Vrouwenpolder.

Es wird betreut durch die Stiftung ‘Het Zeeuwse Landschap’.


13. Entenfang Slikkebosch wurde im Jahre 1889 angelegt und

ist noch vollständig intakt. Es ist einer der vier übrig gebliebenen

Entenfänge Zeelands. Die staatliche Forstverwaltung betreut dieses

besondere kulturelle Erbe zusammen mit Freiwilligen.

Besuch den Entenfang einmal während den Ausflugstagen.


14. Die Dünen beschützen das Hinterland vor dem Meer.

Die Holzpfahlbuhnen sind ein Symbol des 5 Jahrhunderte

herrschende Streit gegen das Meer. Sie halten die Strömung von

der Küste ab und schützen die Küstenlinie.

Die Zeeländischen Buhnen stehen seit dem Jahre 2005 auf der

Liste des Kulturerbes.


15. Der Name Duinbeekseweg verweist auf die Bächen,

die früher unterirdisch vom inneren Dünenrand zum tiefer

gelegenen Land liefen.


16. Der Oude Domburgseweg liegt auf einem Prielrücken,

was an den vielen Buchten zu erkennen ist.


17. Die früheste Anleitung zur Herstellung von Salz für die Nutzung

im Haushalt stammt aus Oostkapelle.

Es gibt Funde aus der mittleren Eisenzeit (410 - 350 vor Christus).

Das Zeeländische Salz war das erste Exportprodukt unserer

Provinz. Der Wert des Salzes war hoch.

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